Dampfloksteuerung

Schauen Sie in die Animation – dort wird das Prinzip anschaulich gezeigt!
Eine Dampflok fährt, wie der Name schon sagt, mit Dampf. Doch wie genau funktioniert das?
Im Kessel wird Wasser zum Kochen gebracht. Oberhalb des Wasserspiegels entsteht Dampf, der unter hohem Druck steht. Über ein Reglerventil leitet der Lokführer diesen Dampf in die Zylinder. Dort dehnt er sich aus und schiebt den Kolben nach vorn. Am Ende des Kolbenwegs wird von der anderen Seite erneut Dampf eingelassen – so bewegt er sich wieder zurück.
Der verbrauchte Dampf entweicht jeweils über die andere Seite in Richtung Schornstein.
Damit der Dampf im richtigen Moment auf die richtige Seite gelangt, sorgt ein sogenannter Schieber. Je nach Bauart ist das ein Flachschieber oder – wie in der Animation – ein runder Kolbenschieber.
Die Hin- und Herbewegung des Kolbens wird über die Kolbenstange zum Kreuzkopf, von dort über die Treibstange auf das Treibrad übertragen und in eine Drehbewegung umgesetzt. Über Kuppelstangen sind alle Treibräder miteinander verbunden – so kommt die Kraft gleichmäßig auf die Schiene.
Die Steuerung der Dampfzufuhr übernimmt eine raffinierte Mechanik aus Schwinge, Schwingenkurbel und Schieberstange. Dieses System erfanden Mitte des 19. Jahrhunderts Edmund Heusinger (Deutschland, 1849) und Egide Walschaerts (Belgien, 1844). Daher spricht man im deutschsprachigen Raum von der Heusinger-Steuerung, international hingegen von der Walschaerts-Steuerung.
In der Animation fährt die Lok vorwärts – doch auch rückwärts ist möglich: Der Lokführer verstellt die Steuerstange, die Schieberstange wandert in der Schwinge nach unten, und der gesamte Ablauf läuft in umgekehrter Richtung ab.
Das Grundprinzip ist bei großen Lokomotiven dasselbe wie bei kleinen.
Übrigens:Eine Dampflok fährt, wie der Name schon sagt, mit Dampf. Doch wie genau funktioniert das?
Im Kessel wird Wasser zum Kochen gebracht. Oberhalb des Wasserspiegels entsteht Dampf, der unter hohem Druck steht. Über ein Reglerventil leitet der Lokführer diesen Dampf in die Zylinder. Dort dehnt er sich aus und schiebt den Kolben nach vorn. Am Ende des Kolbenwegs wird von der anderen Seite erneut Dampf eingelassen – so bewegt er sich wieder zurück.
Der verbrauchte Dampf entweicht jeweils über die andere Seite in Richtung Schornstein.
Damit der Dampf im richtigen Moment auf die richtige Seite gelangt, sorgt ein sogenannter Schieber. Je nach Bauart ist das ein Flachschieber oder – wie in der Animation – ein runder Kolbenschieber.
Die Hin- und Herbewegung des Kolbens wird über die Kolbenstange zum Kreuzkopf, von dort über die Treibstange auf das Treibrad übertragen und in eine Drehbewegung umgesetzt. Über Kuppelstangen sind alle Treibräder miteinander verbunden – so kommt die Kraft gleichmäßig auf die Schiene.
Die Steuerung der Dampfzufuhr übernimmt eine raffinierte Mechanik aus Schwinge, Schwingenkurbel und Schieberstange. Dieses System erfanden Mitte des 19. Jahrhunderts Edmund Heusinger (Deutschland, 1849) und Egide Walschaerts (Belgien, 1844). Daher spricht man im deutschsprachigen Raum von der Heusinger-Steuerung, international hingegen von der Walschaerts-Steuerung.
In der Animation fährt die Lok vorwärts – doch auch rückwärts ist möglich: Der Lokführer verstellt die Steuerstange, die Schieberstange wandert in der Schwinge nach unten, und der gesamte Ablauf läuft in umgekehrter Richtung ab.
Das Grundprinzip ist bei großen Lokomotiven dasselbe wie bei kleinen.
- Bei einem Kesseldruck von 10 bar (zum Vergleich: ein Autoreifen hat etwa 2,5 bar) besitzt der Dampf eine Temperatur von rund 180 °C.
- Der Dampf strömt nur für kurze Zeit in den Zylinder. Während der restlichen Kolbenbewegung expandiert er und setzt dabei seine Energie frei – ein sparsames Prinzip, das man Expansionsdampfmaschine nennt.
- Das Gegenteil ist die Volldampfmaschine, bei der der Dampf über den gesamten Kolbenhub einströmt.
- Nassdampfloks erkennt man meist am flachen Schieber.
- Bei größeren Loks wird der Dampf zusätzlich überhitzt – bei gleichem Druck auf über 300 °C. Das steigert die nutzbare Energie. Solche Heißdampfloks erkennt man oft am runden Kolbenschieber – wie in der Animation.
Quelle Animation:
Wikipedia
https://images.app.goo.gl/MSrDqUB9DfHLg2HbA
creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/
modified: mirrored, extended
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