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Speicherdampflok
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Technik der Lok
tippen32 t

dampfspeicherlok1Eine Speicherdampflokomotive ist eine feuerlose Lokomotive. Sie besitzt keine Feuerbüchse die über Rohre im Kessel die Wärme aus den Verbrennungsgasen an das umgebende Kesselwasser abgibt und somit Dampf erzeugt.

Der Kessel ist zu 2/3 mit Wasser gefüllt. Über den Anschluss an der Stirnseite des Kessels wird extern erzeugter Dampf zugeführt. Das Kesselwasser wird auf über 110°C erhitzt und der dabei entstehende Dampf zum Antrieb genutzt.

Die Lokomotive wird in explosionsgefährdeten Betrieben eingesetzt und auch dort, wo genügend Prozessdampf zur Verfügung steht. Denn das Gesamtprinzip ist sehr wirtschaftlich.

Das Führerhaus ist entsprechend karg. Es gibt keinen Strom und nur eine handbetätigte Wurfhebelbremse aber keine Druckluftbremse für Lok und Wagen. Auf dem Kessel befindet sich lediglich ein Sandkasten, wenn es auf den Schienen mal rutschig ist. Kein Dampfdom, in dem sich der Dampf sammelt.

Mangels Feuerbüchse liegt der Schwerpunkt weit vorne. Damit beide Achsen gleichmäßig belastet werden wird die Zylindergruppe nach hinten verlegt. Der Abdampf wird über ein Auspuffrohr an der Rückseite des Führerhauses nach außen geführt.

Es gibt keine wesentliche Wärme- oder Druckbelastung. Der Wartungs und Revisionsaufwand ist gering. Mit 'nem Tropfen Öl sollte die Maschine ewig laufen.